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Advent – der Blick über den eigenen Horizont

Wort zum Wochenende

Am Sonntag beginnt der Advent und die biblischen Worte von der Sehnsucht der Menschen nach Frieden und Gerechtigkeit werden in den Gottesdiensten gelesen. Der Prophet Jesaja beschreibt das im Bild von einem Berg, zu dem die Völker und Nationen kommen um Gottes Weisungen zu hören. Dann schmieden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen um und ihre Lanzen zu Winzermessern (Jesaja 2.Kapitel). Diese Vision ist zeitlos und Menschen ersehnen, erwarten und erhoffen, dass sie Wirklichkeit wird in einer Zeit, in der an vielen Orten dieser Welt wieder das Recht des Stärkeren gilt und die Schwachen unterliegen.

Advent heißt, diese Sehnsucht nach dem guten Leben wachhalten und sich genau daran alle Jahre wieder erinnern lassen. Advent heißt aber auch, die alten Worte aus Jesaja in unsere Zeit zu übertragen und den Blick zu weiten für das, was noch nicht da ist und noch ankommen will. Eine solche Übertragung dieser Prophetie finde ich in den wunderschönen Worten von Helder Camara, dem ehemaligen brasilianischen Erzbischof: „Wenn ich könnte, gäbe ich jedem Kind eine Weltkarte. Und wenn möglich, einen Leuchtglobus, in der Hoffnung, den Blick des Kindes aufs äußerste zu weiten und in ihm Interesse zu wecken für alle Völker, alle Rassen, alle Sprachen, alle Traditionen und Religionen.“

Advent ist die wiederkehrende Erinnerung, dass Friede und Gerechtigkeit wirklich ankommen können in dieser Welt. Dann nämlich, wenn wir einander sehen und achten in unserer je eigenen Art, auch mit der Andersartigkeit und Fremdheit. Denn das kann Bereicherung und Inspiration sein. So wünsche ich Ihnen eine gesegnete Adventszeit!

Heinz Weigand
Pastoralreferent, Klinikseelsorger am Bezirkskrankenhaus Lohr