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Anpacken - nicht Jammern!

Wort zum Wochenende

Neulich sagte ein guter Freund in einer Ansprache: „Nennt mir ein Problem, das wir mit Jammern gelöst haben, und ich jammere sofort mit.“

Am 1. März werden in den Bayerischen (Erz-)Diözesen neue Pfarrgemeinderäte bzw. Gemeindeteams vor Ort gewählt und eine Woche später, am 8. März, finden die Kommunalwahlen in Bayern statt. In unseren Städten und Dörfern im Landkreis Main-Spessart sind bereits seit Wochen zahlreiche Wahl-Plakate zu sehen, Wahlveranstaltungen finden statt und auch die katholischen Kirchengemeinden werben kräftig für neue KandidatInnen. Und das ist auch gut so!

Als Koordinator des Pastoralen Raums Gemünden bin ich neben meinen seelsorglichen Aufgaben auch im sogenannten operativen Bereich tätig: in der Organisation von Strukturen, Kommunikationswegen und Veranstaltungen. Ich spreche viel mit Menschen in unseren Gemeinden und versuche mit ihnen gemeinsam dafür zu sorgen, einen Beitrag zu einem guten Zusammenleben zu leisten. Von daher habe ich größten Respekt vor all denjenigen, die sich kirchlich oder kommunal Anfang März zur Wahl stellen. Denn sie machen mit ihrer Kandidatur völlig deutlich: mir ist es nicht egal, wie wir hier im Landkreis Main-Spessart und in unseren Dörfern und Städten vor Ort zusammenleben. Mir ist es nicht egal, wie sich unser Ort in Zukunft entwickelt. Ich nehme gewisse Missstände nicht einfach hin, sondern versuche auf demokratischem Wege die Dinge vor Ort voranzubringen. Dafür nehmen die KandidatInnen in Kauf, auf der öffentlichen Bühne Rede und Antwort zu ihrer Meinung stehen zu müssen, kritisiert zu werden - nicht immer sachlich oder manchmal leider sogar auf einer persönlichen Ebene beleidigend.

Von daher kann ich mich hier nur in aller Form und ganz ausdrücklich bei allen bedanken, die sich kirchlich oder kommunal engagieren möchten - klasse!

Natürlich muss man sperrige Strukturen bzw. unsachgemäße Entscheidungen kritisieren. Und ein bisschen Meckern gehört natürlich auch zu unserer fränkischen Lebenskultur :) Ist aber alles eine Sache der richtigen „Mecker-Dosis“.
Denn die absolute Mehrheit unserer Gedanken und Initiativen sollte meiner Meinung nach von einer grundlegend offenen, zukunftsgewandten und perspektivischen Haltung geprägt sein und nicht von einem Jammerton.

Jammern ist das eine, anpacken das andere.

Packen wir gemeinsam an, gehen wir wählen und tragen so unseren Teil zu einer guten Zukunft unseres so schönen Landkreises Main-Spessart bei!

Dr. Thorsten Kapperer
Pastoralreferent im Pastoralen Raum Gemünden