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Wort zum Wochenende

Eingeladen

Runder Geburtstag, Hochzeit, Taufe, Konfirmation oder Firmung, welche Feier mussten Sie während der Corona-Pandemie aufschieben oder ausfallen lassen? In unserer Familie ist es eine Konfirmation, für die nun Ende Juli der dritte Versuch startet. So gut wie alle sehnen wir uns neben der Normalität des Alltags auch wieder nach festlichen Anlässen, Feiern und Partys – mehr oder weniger ausgelassen je nach Alter und Lebensstil.

Einen kleinen Vorgeschmack davon, dass aber auch die Rückkehr zur Normalität manche Gefahren in sich birgt, haben die Bilder von ausgeuferten Party-Szenen in den Innenstädten von Hamburg und Stuttgart schon gegeben. Die niedrigen Inzidenzzahlen hatten ganz offensichtlich dazu ermutigt, den lange angestauten Gefühlsdruck rauszulassen.

Welche Ängste und Sehnsüchte haben sich bei Ihnen während der Pandemie angestaut? Angst vor Erkrankung, Vereinsamung oder Verlust der Existenzgrundlage oder Überschuldung? Oder Angst vor Überforderung oder Erschöpfung? Während die junge Generation v. a. in ihrer Entwicklung beeinträchtigt und die ältere am meisten durch Erkrankung und Vereinsamung gefährdet war und noch ist, waren und sind Menschen in der Lebensmitte je nach beruflicher und familiärer Situation sehr unterschiedlich betroffen.

Uns allen gilt aber gleichermaßen die freundliche Einladung Jesu: „Kommt alle zu mir, die ihr geplagt und mit Lasten beschwert seid! Bei mir erholt ihr euch…. Dann kommt Ruhe in euer Leben.“

Damit meint er eine innere Ruhe und Gelassenheit, die es uns in unserer Situation ermöglicht, wieder tief durchzuatmen und die kleinen schönen Momente wahrzunehmen, die uns der Alltag trotz aller Beeinträchtigungen immer noch ermöglicht, und die vielen nötigen Entscheidungen zu treffen, die ständig von uns gefordert werden.

Jesus erzählt im Evangelium dieses Sonntags von der Einladung zu einem Abendessen in vornehmen Kreisen, das der Gastgeber sorgfältig und üppig vorbereitet hat, mit herrlichem Blumenschmuck, köstlichem Wein und leckeren Speisen – heute wäre es sicherlich mindestens ein Fünf-Gang-Menü.

Um so erstaunlicher, dass bei der Erinnerung an die Einladung sich alle zunächst eingeladenen Gäste angeblich aus Mangel an Zeit mehr oder weniger höflich entschuldigen. Dabei hatten sie zuerst freudig zugesagt. Und nun kurz vor Feierabend diese Absage? Handelt es sich um eine Ausrede oder waren alle auf einmal mit ihrer Situation überfordert?

Haben Sie persönlich für sich Jesu Einladung schon angenommen? Haben Sie es schon einmal versucht mit ein paar stillen Minuten täglich zum Kraftschöpfen im Gebet oder beim Meditieren eines biblischen Wortes oder Textes? Oder in der Natur beim Staunen über Sonnen-Auf- oder Untergang oder frische Blüten?

Nutzen Sie die noch ruhigeren Tage, um innerlich aufzutanken und Entlastung zu finden, um den Weg aus der Pandemie mit festen und sicheren Schritten gehen zu können. Jesu reicht uns seine Hand dafür.

Vielleicht mit den vertrauten Worten des Vaterunsers: „Dein Wille geschehe…“ und „vergib uns unsere Schuld“. Sie lassen sich übrigens auch gut mit dem bewussten Ein- und Ausatmen verbinden wie wir es auch vom orthodoxen Herzensgebet kennen: „Herr Jesus Christus (einatmen)/erbarme dich unser (ausatmen).“

Christina Roth
Oberstudienrätin für Evang. Religionslehre und Latein am Gymnasium Lohr

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