Der November hat begonnen. Es ist ein stiller Monat, eine graue und kalte Zeit. Die Farben, die Wärme und das strahlende Licht der Sonne sind vorbei. Erinnern Sie sich noch an die Temperaturen und Sonnenstrahlen des Sommers oder des Spätsommers?
Ich hatte das Glück, im Oktober eine gute Woche Urlaub zu machen auf Sizilien. Während hier die Temperaturen deutlich fielen, konnte ich Sonne tanken und Italien „pur“ erleben. Die Italiener - scusi: Siciliani - sind so wunderbar quirlig und herzlich. Mit großem Interesse ging ich auf Besichtigungstour. Die Eindrücke der Sehenswürdigkeiten aus der Antike habe ich regelrecht aufgesaugt. Faszinierend, was Römer und Griechen hinterlassen haben! Die vielen Erinnerungen werden mich durch den November tragen. Da bin ich mir sicher.
Wenn sich der November zwischen Allerseelen, dem Volkstrauertag und dem Toten- oder Ewigkeitssonntag aufspannt, stehen unsere Verstorbenen im Mittelpunkt. Wir denken an sie. Bei denen, die uns nahe standen und die wir vermissen, haben wir Grund zur Klage uns zur Trauer. Gleichzeitig blitzen Geschichten und Erinnerungen auf. Sie sind es, die uns bleiben – besonders die schönen Momente. Im November sind sie wie Sonnenstrahlen, Wärme und Licht.
Die Fest- und Gedenktage des Novembers sind geprägt von Verlust, Trauer und Erinnerungen, aber trotzdem auch von dem, was Halt gibt, was Licht bringt und aufrichten kann. Als dieser Monat mit dem Fest Allerheiligen begonnen hatte, kamen mir verschiedene Heilige in den Sinn, z. B. Martin, Elisabeth, Bernward und Cäcilia. Ihre Gedenktage begehen wir im November. Ihr Lebens- und Glaubenszeugnis gibt uns bis heute Impulse für unser Leben: Solidarität mit den Armen, Förderung von Kreativität, Kunst und Musik und die Überzeugung, dass es über das irdische Leben hinaus auch einen „Himmel“ gibt. Sie geben uns eine Hoffnung darauf, dass es nach dem Winter wieder Frühling wird.
Thomas Pfeifer
Diakon in der katholischen Pfarreiengemeinschaft Haseltal-Himmelreich im Pastoralen Raum Marktheidenfeld

