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Frühjahrsputz für Haus, Hof und Seele

Wort zum Wochenende

Wenn der Frühling endlich kommt, wenn die Tage länger, heller und wärmer werden, dann ist es wieder Zeit für den Frühjahrsputz - Zeit alles einmal wieder gründlich zu putzen, zu sortieren und auszumisten. Egal, ob Keller, Dachboden oder Wohnbereich, alles muss eingehend unter die Lupe genommen und gereinigt werden. Doch nicht nur im Haus, sondern auch draußen in Hof und Garten oder in der Scheune und im Schuppen wird aufgeräumt.

Dabei werden oft auch Arbeiten ausgeführt, die das ganze Jahr über vernachlässigt wurden, z.B. die Abflüsse gereinigt und die Gardinen gewaschen.

Der Frühjahrsputz ist u.a. wichtig um den Schmutz und die Keime des Winters zu entfernen und das Raumklima zu verbessern. Durch die Inspektion auf Schäden wird zum langfristigen Werterhalt einer Immobilie beigetragen.

Manchmal denke ich mir: „Jetzt würde mir auch für die Seele ein Frühjahrsputz gut tun!“

Es würde mir gut tun, wenn ich den ganzen alten Ballast meines Lebens einmal loslassen könnte oder wenn ich das Chaos in meinem Inneren einmal neu sortieren und ordnen könnte. Es gibt so viel an Erlebnissen und Erfahrungen was sich Tag für Tag in unserem Bewusstsein ansammelt: vieles davon erfreut uns, anderes belastet uns. Wie gut würde es uns vielleicht tun, wenn wir unsere schlechten Erlebnisse loslassen und die guten dafür mehr in den Mittelpunkt rücken könnten.

Vielleicht können uns gerade die Tage Karfreitag und Ostern dazu einladen:

Karfreitag, der Tag, der uns auffordert alles loszulassen und Abschied zu nehmen, uns auf das Wesentliche zu besinnen und die Dinge zu hinterfragen.

Ostern, der Tag, des Neuanfangs, der Auferstehung, des Lebens und der Hoffnung.

Ich kann auf mein Leben zurück blicken: auf das, was ich bisher alles erlebt habe und darauf wie es mich geprägt hat; darauf wie ich in bestimmten Situationen reagiert habe und auf die Folgen meines Handelns.

Ich kann versuchen mich mit meiner Vergangenheit zu versöhnen: für meine Fehler kann ich mich entschuldigen - denn dafür ist es nie zu spät und dann kann ich vielleicht loslassen, was mich belastet.

Umgekehrt kann ich in eine gute Zukunft blicken und einen Neuanfang wagen - denn auch dafür ist es nie zu spät. Das Osterfest zeigt uns, dass Auferstehung, ein Neubeginn und Hoffnung manchmal genau dann möglich ist, wenn wir es am wenigsten erwarten.

Ich wünsche uns allen ein gesegnetes Osterfest und dass wir Zeit finden für einen Frühjahrsputz - nicht nur für einen äußerlichen, sondern für einen Neubeginn tief in unserem Inneren! Dass wir alte Gedanken loslassen können, die uns gefangen nehmen und dass wir neue Ideen zulassen, die unser Leben lebenswert machen.

Barbara Stockmann
Pastoralreferentin im Pastoralen Raum Karlstadt