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Hauptsache gesund!

Wort zum Wochenende

Hauptsache gesund! Sagen viele, wenn man sie nach ihrem Befinden fragt.

Hauptsache gesund! wünscht man jungen Eltern, bevor ihr Kind zur Welt kommt.

Auch wenn es viele Beispiele gibt, dass ein Leben mit körperlichen Einschränkungen sehr wohl glücklich verlaufen kann, so spiegelt sich in diesem Wunsch eine tiefere Sehnsucht:

Rundum gesund zu sein, das erhoffen wir uns, biblisch ausgedrückt: heil sein an Leib und Seele. Wir wünschen uns, dass es uns gut geht, dass unser Leben einen Sinn hat und gelingt. Die „heile Welt“ oder – wie es die Bibel nennt, das Reich Gottes – ist eine geheime Sehnsucht der Menschen zu allen Zeiten.

Manche Menschen haben viel von dieser heilen Welt sichtbar gemacht. Wir nennen sie heilig, weil sie Heil geschaffen haben in ihrer Zeit. Es gibt große, bekannte Heilige, es gibt viele weniger bekannte, ja sogar viele unbekannte Heilige. Jede/r von uns ist berufen, heilig zu werden, das bedeutet nicht, den ganzen Tag mit einem ernsten Gesicht herumlaufen und beten, sondern es bedeutet Heil zu bringen: Liebe Freude, Frieden, Gerechtigkeit.

Marktheidenfeld veranstaltet in diesen Tagen den Martini-Markt. Klar weiß jedes Kind, das das Fest des Hl. Martin erst Mitte November gefeiert wird (meist ist der Namenstag der Todestag des Heiligen, also eine neue Geburt im Reich der Liebe Gottes). Das Beispiel des Hl. Martin: Licht zu sein für die Mitmenschen, zu teilen, was man hat und andere nötiger haben, die Liebe über das Gesetz zu stellen, all das können wir jeden Tag.

So wie es in dieser kleinen Geschichte zum Ausdruck kommt:

Felix kam mit seiner Mutter an einer großen Kirche vorbei. Er schaute an der Kirche hoch und sagte: „Mutti, schau mal, die großen Fenster sind ja ganz schön schmutzig, die sehen aber gar nicht schön aus.“ Daraufhin ging die Mutter mit ihm in die Kirche. Hier waren die Fenster, die von außen ganz grau und schmutzig aussahen, plötzlich strahlend bunt und leuchteten in den hellsten Farben. Da staunte Felix, und schaute sich die Fenster genau an. Über dem Altar war ein auffallend schönes Fenster zu sehen – mit vielen Heiligenfiguren. Und durch eine Figur strahlte gerade die Sonne hindurch, sodass sie besonders hell war.

„Mama, wer ist das?“, wollte der kleine Junge wissen. Die Mutter antwortete: „Das ist ein Heiliger, der heilige Franziskus.“ Der Junge merkte sich das gut. Ein paar Tage später fragte die Religionslehrerin in der Schule ihre Schüler: „Wer von euch kann mir sagen, was ein Heiliger ist?“ Da war großes Schweigen in der Klasse. Nur Felix meldete sich und sagte: „Ein Heiliger ist ein Mensch, durch den die Sonne scheint!“

Lassen wir also immer wieder neu die Sonne der Liebe, der Gerechtigkeit und des Friedens durch uns scheinen, damit die Welt wieder heller und froher wird.

Sr. Ulrike Stein

Gemeindereferentin Pastoraler Raum Marktheidenfeld

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