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Hier fängt Zukunft an

Wort zum Wochenende

Jeder ist seines Glückes Schmied. Dieser Spruch ist vielen von uns sehr vertraut und vermutlich werden Sie ihn auch schon öfters gehört oder andern gesagt haben.

Darin liegt die Erfahrung, dass jeder Mensch selbst die Initiative ergreifen muss und für seinen eigenen Lebensweg zumindest mitverantwortlich ist. Und so ist es ja auch: Von nichts kommt nichts. Und dennoch wird uns bei einem Innehalten und Nachdenken bewusst, dass keineswegs alles in meiner Hand liegt. Es wäre am Ende auch sehr schwer zu begründen, wenn ich mir alles, was ich habe und erfahre, selbst verdient hätte: Mein Leben; dass ich in diesem Land leben darf; dass ich in diese Zeit hineingeboren bin ….

Und wenn wir ganz ehrlich sind, merken wir, dass wir oft auf die Unterstützung und Hilfe anderer angewiesen sind. Und das ist auch gut so. Denn es lässt mich darüber nachdenken, wo ich helfen kann. Am nächsten Sonntag lädt das katholische Hilfswerk Misereor zu seiner diesjährigen Fastenaktion unter dem Titel „Hier fängt Zukunft an“ ein.

Hier geht es darum, dass jungen Menschen in Kamerun eine gute Ausbildung und damit ein Start in eine selbstständige Zukunft ermöglicht werden kann. Mit unseren Spenden kann so vielen Menschen geholfen werden, die ansonsten auf der Straße landen würden.

Auch diese Menschen wollen ihre Zukunft in die Hand nehmen, brauchen dabei aber unsere finanzielle Unterstützung. Wir können damit ein Zeichen setzen, dass wir nicht bei uns selbst stehen bleiben, sondern anderen helfen wollen. Dies fordert uns aber auch auf, in unserer eigenen Umgebung zu schauen, wer meine Hilfe brauchen könnte. Der ältere Mann, der allein in der Nachbarschaft lebt. Die alleinerziehende Mutter, die immer wieder Betreuung für ihre Kinder braucht. Die Familie, die unverschuldet in die Arbeitslosigkeit geraten ist.

Überall dort, wo wir helfen, fängt Zukunft an. Nicht nur für die Menschen, denen geholfen wird, sondern auch diejenigen die helfen, erleben eine neue Zukunft. Und es lässt uns auch ein wenig demütiger und bescheidener werden. Es ist nicht alles - wie uns oft verheißen wird - aus eigener Kraft und eigenem Willen machbar. Ja, wir brauchen einander. Wir dürfen helfen und wir dürfen die Hilfe anderer annehmen. Das gilt am kommenden Sonntag besonders für die Menschen in Afrika, die am Beginn eines Arbeitslebens stehen, es gilt aber auch für uns. So können wir auf Ostern in den nächsten Wochen zugehen, dass wir mithelfen, dass unsere Welt jeden Tag ein wenig besser wird.

Dann können wir für uns und viele Mitmenschen sagen: Hier fängt die Zukunft an - jeden Tag neu.

Johannes Reuter
Pastoralreferent aus Partenstein