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Tag der Arbeit

Wort zum Wochenende

Ein langes Wochenende steht bevor: der Freitag mit dem 1. Mai ist Feiertag. Vielleicht verwöhnt uns sogar herrliches Frühlingswetter – eine wunderbare Gelegenheit, um Kopf und Seele frei zu bekommen, durchzuatmen und Kraft zu tanken.

Der „Tag der Arbeit“ könnte vielleicht eher „Tag der besseren Arbeitsbedingungen“ heißen. Die Geschichte begann am 1. Mai 1886 in Chicago, als Arbeiter für den Achtstundentag protestierten. 1890 zogen auch in Deutschland Menschen mit roten Nelken im Knopfloch auf die Straße, um für bessere Arbeitsbedingungen zu demonstrieren. 1919, mit Beginn der Weimarer Republik, scheiterte der Versuch, den 1. Mai als Feiertag einzuführen.

Leider gehört zur Geschichte dieses Tages auch, dass die Nationalsozialisten die Idee vereinnahmten: Sie führten den Feiertag am 1. Mai 1933 ein, verboten aber bereits am nächsten Tag die Gewerkschaften und pervertierten so den ursprünglichen Gedanken.

Seit 1955 kennt die katholische Kirche am 1. Mai einen Gedenktag für Josef den Arbeiter. Damit wurde dem weltlichen Feiertag auch ein religiöses Gesicht gegeben und die Helden des Alltags geehrt. Der Ziehvater Jesu wird in der Bibel als Bauhandwerker vorgestellt, der mit seinen Händen für seine Familie sorgte. Josef steht für all die Menschen, die täglich ihr Bestes geben: ob im Büro, in der Werkstatt oder zu Hause in der Care-Arbeit. Arbeit kann mühevoll sein, aber sie gibt auch Sinn und ist ein grundlegendes Element der Menschenwürde.

Heute steht der 1. Mai für das „Bekenntnis zu Freiheit und Frieden, sozialer Gerechtigkeit, Völkerversöhnung und Menschenwürde“.

Vielleicht nutzen Sie das lange Wochenende, um innezuhalten: Wofür sind Sie in Ihrer Arbeit dankbar? Wo können Sie selbst ein Zeichen der Solidarität setzen und sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen?

In einer Zeit, in der Kriege geführt und Menschen und Natur ausgebeutet werden, kann uns dieser Tag daran erinnern, gemeinsam eine friedliche Welt zu gestalten und Hass und Spaltung und Zerstörung die Stirn zu bieten.

Katrin Fuchs
Pastoralreferentin im Pastoralen Raum Marktheidenfeld