Es ist unbestritten, dass nicht nur unser Körper Bedürfnisse hat, sondern auch unsere Seele. Es ist ziemlich einfach, zu benennen, was den Magen satt macht. Doch was macht die Seele satt?
In diesen Wochen fahren viele Menschen in Urlaub. Sie können das hoffentlich genießen. Ruhe, schöne Erlebnisse, gute Worte tun der Seele gut und nähren sie.
Der Prophet Jeremia kennt noch eine besondere Nahrungsquelle für die Seele: „Dein Wort ward meine Speise, sooft ich’s empfing, und dein Wort ist meines Herzens Freude und Trost.“
Gott hat direkt zu Jeremia gesprochen. „Dies ist das Wort, das vom HERRN zu Jeremia geschah“, heißt es mehrmals im Buch Jeremia im Alten Testament. Es waren nicht immer leichte Worte, aber sie berührten ihn. Gott selbst begegnete ihm dadurch.
Was Jeremia erfahren hat, können wir heute noch erfahren. In etwas anderer Weise. Aber Gottes Wort kann auch zu uns „geschehen“. Beim Lesen und Hören der Bibel. Darin will er uns begegnen, will mit uns reden. Sein Wort gibt uns, was unser Herz, was unsere Seele braucht. Zuspruch und Trost; Ermahnung und Leitung; Hilfestellung für ein gelingendes Leben. Und Hoffnung über dieses Leben hinaus.
„Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.“ So äußert sich der Apostel Petrus einmal gegenüber Jesus. Es sind keine leeren Worte, kein unnützes Geschwätz. Sie beleben und führen zum Leben – bis hin zum ewigen Leben. Das Wort Gottes kann die Seele wirklich satt machen. Probieren Sie es aus!
Eine erholsame, gesegnete und belebende Sommerzeit wünscht Ihnen
Marina Rauh
Evanglische Pfarrerin in Höllrich

