Hinweis

Ihre Browserversion wird leider nicht mehr unterstüzt. Dies kann dazu führen, dass Webseiten nicht mehr fehlerfrei dargestellt werden und stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Wir empfehlen Ihnen, Ihren Browser zu aktualisieren oder einen der folgenden Browser zu verwenden:

Weihnachten ist mehr ...

Wort zum Wochenende

Vor kurzem wurde ich von einem Kollegen gefragt, ob ich schon alle Weihnachtsgeschenke hätte. Ich verneinte und er freute sich sichtlich, mir erzählen zu können, dass ihm nur noch zwei fehlten, sonst hätte er alles beisammen.
„Tja- diesmal hab‘ ich früh angefangen! Wird ja sonst so stressig!“

Kennen Sie das? Wenn Weihnachten näherkommt, kommt auch der Stress näher. Jedes Jahr. „Wir sagen Euch an den lieben Advent!“ Gerade haben wir es wieder in unseren Kirchen gesungen. Die Adventzeit hat gerade begonnen- und damit die Zeit der Hetze nach Geschenken, der Aufräumwut und der Lebensmitteleinkäufe in letzter Minute. Oder? Sollte es nicht vielmehr eine Zeit der Vorbereitung sein auf das, was da kommt? Oder vielmehr auf den, der da kommt?

Ein guter Freund hat einmal gesagt: „Weihnachten ist die seltsamste Geburtstagsparty, die es gibt. Du feierst Geburtstag und alle Gäste bringen sich gegenseitig Geschenke mit- nur Dir nicht.“
Sollten wir vor lauter besinnlichem Stress und Geschenkewahn vergessen haben, was wir da eigentlich genau feiern und warum?

Eigentlich ist die Botschaft, die hinter der Weihnachts-Geschichte steckt, ziemlich eindeutig: in dieser Weih-Nacht vor langer Zeit hat die Menschheit angefangen, menschlich zu werden. Das Kind in der Krippe wird mit seinem Leben und Wirken die Welt verändern. Eigenschaften wie Mitgefühl, Nächstenliebe oder Toleranz- mit der Geburt dieses Menschenkindes sind sie in der Welt deutlich präsenter geworden.
Und noch einen Begriff hat an Weihnachten seine Sternstunde: der Frieden.

Frieden, quasi das Aushängeschild von Weihnachten.

-„Bis Weihnachten will ich diesen Streit beenden!“

-„Bis Weihnachten ist der Krieg vorbei und die Kinder wieder zu Hause!“

-„An Weihnachten sehen wir uns wieder!“

Ob die Waffen in einem brutalen Krieg für ein paar Stunden schweigen, ob sich alte Feinde an Weihnachten versöhnen oder sich griesgrämige Arbeitgeber plötzlich in spendable Menschenfreunde verwandeln- irgendetwas ist dran an dieser Zeit, wusste sogar Bryan Adams schon zu singen: „Etwas an der Weihnachtszeit lässt Dich wünschen, es wäre jeden Tag Weihnachten!“

Ob man nun ganz neutral den „Geist der Weihnacht“ bemüht oder sich auf den christlichen Hintergrund unseres heutigen Festes besinnt- es geht um mehr als nur das Äußere, um mehr als Geschenke unterm Baum. Lässt man das ganze Drumherum weg, bleibt, was bei allen Menschen gleich stark ausgeprägt ist: die Sehnsucht nach Frieden, nach Liebe und Geborgenheit in dunklen, kalten Zeiten.

Und genau das ist die Weihnachtszeit: ein helles Licht in der Dunkelheit, Wärme im Herzen an kalten Tagen und ein Lächeln im Angesicht von Verzweiflung.
Und darauf lohnt es sich doch, sich zu freuen. Eigentlich nicht nur in der Weihnachtszeit, aber wenn schon, dann jetzt ganz besonders.

Eine gesegnete Adventszeit wünscht Ihnen

Arved Meyer
Evangelische Kirchengemeinde Burgsinn